Ein Jahr „DRK-Community“

Vor einem Jahr haben wir im DRK-Ortsverein Kaarst-Büttgen ein neues Kapitel aufgeschlagen: Unser Gemeinschaftsabend bekam ein neues Konzept. Ziel war es, fachlichen Input, praktische Übungen und persönliche Begegnung noch enger miteinander zu verbinden – kurzum: einen Ort zu schaffen, an dem Lernen, Austausch und Gemeinschaft gleichermaßen ihren Platz haben.

Heute, zwölf Monate später, können wir sagen: Das Konzept lebt. Und wie!

Vielfalt, die verbindet

Unsere Themenliste aus dem vergangenen Jahr zeigt, wie breit unser Spektrum ist – und wie neugierig unsere Gemeinschaft:

Von praxisnahen Einblicken in die tiermedizinische Notfallversorgung über unfallchirurgisches Fallbeispieltraining und sanitätsdienstliche Stationsausbildung bis hin zu Spezialthemen wie Gebläseschutzanzügen für den Dekon-V oder dem Transport von Kindern im KTW. Wir haben Einsatzplanung hinterfragt („An alles gedacht?“), Team Resource Management beleuchtet und uns mit Szenarien wie „Zappenduster – Blackout“ intensiv auseinandergesetzt.

Auch technologische Entwicklungen waren Thema: Instagram Analytics, die elektronische Patientenakte oder die Frage „Ist ein Bot die bessere Bereitschaftsleitung?“ – KI im Roten Kreuz. Selbst WordPress stand auf dem Plan, ganz im Sinne von „Tue Gutes und schreibe darüber“.

Über den Tellerrand hinaus

Was unseren Gemeinschaftsabend besonders macht, ist der Blick über den eigenen Verein hinaus. Wir haben uns mit der Rolle des ICRC beim Gaza-Abkommen beschäftigt, den Emergency Master Plan der PRCS kennengelernt und die Bedeutung der Rotkreuz-Grundsätze reflektiert.

Berichte über Besuche – etwa beim Internationalen Strafgerichtshof – sowie Diskussionen über das Rote Kreuz als „Third Place“ haben neue Perspektiven eröffnet: Wie positionieren wir uns in einer sich wandelnden Gesellschaft? Welche Rolle spielen wir vor Ort in Kaarst-Büttgen?

Lernen mit Kopf und Herz

Neben Theorie und Strategie kam auch das Praktische nicht zu kurz: Übungen zur Höhenrettung, Einführungen in die Rettungshundearbeit mit anschließendem Training, Einblicke in die Bildgebung in der Medizin („Mehr als Schnee und Rauschen“) oder ein Blick durch das Teleskop auf den Mond.

Und manchmal ging es einfach um Gemeinschaft: Bierpong – nüchtern betrachtet. Polarlichter fotografieren. Einen doppelten Espresso im LEO trinken. Gespräche über Menschen und Muster. Oder die Ehrenamtskarte.

Gerade diese Mischung macht den Unterschied. Zwischen Fachvortrag und Übung entstehen die besten Gespräche. Zwischen Flipchart und Kaffeetasse wächst das Verständnis füreinander. Zwischen Theorie und Lachen entsteht Gemeinschaft.

Mehr als ein Abend

Unser Gemeinschaftsabend ist längst mehr als ein Termin im Kalender. Er ist ein Treffpunkt. Ein Raum für Ideen. Ein Experimentierfeld. Ein Ort, an dem erfahrene Kräfte und neue Mitglieder miteinander ins Gespräch kommen.

Die konstant hohe Teilnahme zeigt: Das Bedürfnis nach Austausch, Inspiration und persönlicher Begegnung ist groß. Und es ist wertvoll – für jede und jeden Einzelnen, aber auch für unseren Ortsverein insgesamt.

Nach einem Jahr können wir festhalten: Das neue Konzept trägt. Es stärkt unsere fachliche Kompetenz, fördert den Zusammenhalt und macht einfach Freude.

Wir freuen uns auf viele weitere Abende – mit spannenden Themen, engagierten Referentinnen und Referenten, offenen Diskussionen und guten Gesprächen.

Denn eines ist sicher: Wir haben noch viele Ideen.